16. Aw 5786
Die bilateralen Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA werden wie geplant, trotz des Wiederaufflammens der Kampfhandlungen fortgesetzt. Pakistan, das als Mediator fungiert, erklärte: «Die Verhandlungen zwischen den Parteien dauern an, insbesondere in Bezug auf die Strasse von Hormus und zur Deeskalation.» Der Sprecher des Aussenministeriums, Tahir Andrabi fügt hinzu, dass Pakistan «alles in seiner Macht Stehende tut, um die beiden Länder wieder zu umfassenden Gesprächen im Rahmen der Absichtserklärung zurückzubringen, die darauf abzielt, ihren Krieg zu beenden, und die auch von Islamabad unterzeichnet wurde.»

Auch Trump muss manchmal erkennen, dass nicht immer alles nach seinen Vorstellungen läuft. In der vergangenen Woche soll er während einer Sitzung lautstark und ausfallend seine Berater kritisiert haben. Sie sollen ihm einerseits nicht genügend Optionen für den Kampf gegen den Iran zugestehen. Andererseits gelingt es ihm aber auch nicht, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu schliessen. Einer seiner Berater gab einen Blick hinter die geschlossenen Sitzungstüren und erklärte, dass das nach aussen getragene Bild der Zufriedenheit nichts als Makulatur sei, um die tatsächliche Zerrissenheit zu kaschieren. «Nach all der Zeit gibt es keine Einigkeit.» Ein anonymer Vertrauter gibt gegenüber NBC News zu: «Der Präsident ist verzweifelt. Ich glaube nicht, dass er damit gerechnet hat, dass es so schwierig werden würde, die Iraner zu einer Einigung zu bewegen. Es gab keine echte Strategie, wie lange es dauern würde oder was sie tun sollten, um das Ziel zu erreichen», fügt der Verbündete Trumps hinzu. «Er hatte nicht vor, dass dies ein langer, sich hinziehender Krieg werden würde.» Katherine Leavitt vereidigt ihren Chef: «Der Präsident hat ein grossartiges Team, dem er vertraut, und jeder im Team weiss, dass er derjenige ist, der die endgültigen Entscheidungen trifft.» Mit Schuld am jetzigen Desaster ist die schwammige Formulierung der Kriegsziele. Der Sprecher des Pentagons, Sean Parnel, tut das, was er tun muss, er stellt sich hinter den Verteidigungsapparat: «Das Verteidigungsministerium sei einsatzbereit und bereit, die Anweisungen des Präsidenten jederzeit auszuführen. VM Hegseth, CENTCOM-Kommandant Admiral Cooper und Stabschef Caine stehen voll und ganz hintereinander und sind sich in Bezug auf Mission, Strategie und Entschlossenheit bei Auslandseinsätzen im Zusammenhang mit dem Iran einig.» Na dann kann ja nichts mehr daneben gehen!
Trump hatte bereits vor wenigen Wochen erklärt, Netanyahu wisse, ‘wer der Boss ist’. Jetzt hat Netanyahu dies auch bekräftigt. «Trump ist der Senior Partner, ich bin der Junior Partner.» Er habe während des Treffens Trump nicht gedrängt, die Angriffe auf den Iran fortzusetzen, das sei allein seine Entscheidung. Beide Aussagen werden seinem übergrossen Ego sehr wehgetan haben!

Es sieht nach einer neuen Schikane aus, die man palästinensischen Arbeitern in Samaria Steine in den Weg wirft. In einer WhatsApp Nachricht hiess es: «Aufgrund einer Mitteilung von Sicherheitsbeamten der Stadtverwaltung von Ariel ist es palästinensischen Arbeitnehmern untersagt, die Ten-Tankstelle im Westen von Ariel und die Sonol-Tankstelle am Ortseingang von Ariel zu betreten, unabhängig davon, ob sie mit ihrem eigenen Fahrzeug anreisen oder einen Arbeitgeber oder eine andere Person begleiten, um zu tanken oder Kanister zu befüllen», weiter heisst es: «Ab morgen [heute, 30. Juli] wird die Anweisung durchgesetzt, und jeder palästinensische Arbeiter, der an diesen Tankstellen eintrifft, kann festgehalten, befragt und an der Arbeit gehindert werden.» Als Grund wird angeführt, dass an palästinensischen Tankstellen akuter Treibstoffmangel herrscht, der auf eine Krise zurückzuführen sei, in die israelische Banken involviert seien. Ich kann den Zusammenhang nicht erkennen. Die Arbeitnehmervertretung Ma’an hat eine dringliche Anfrage an die Stadtverwaltung von Ariel und den Betreiber des Industriegebietes geschickt. Die Stadtverwaltung bestreitet jede Beteiligung an der Aktion, vom Industriepark und dem Regionalrat kam bis anhin keine Antwort.

Die Hamas steht angeblich kurz vor einer Einigung über die Abgabe ihrer Waffen an die neue Stabilisierungsgruppe für Gaza. Das behauptet jedenfalls die saudische Zeitung ‘Ashaq Al-Awsat’ in ihrer heutigen Ausgabe. So habe sich die Hamas im Verlauf der Woche dem von Sonderkoordinator Nickolay Mladenov vorgelegten und von den Mediatoren, Ägypten, Qatar und Türkei unterstützten Plan angenähert. Doch sollen die Waffen nicht aus dem Gazastreifen entfernt, sondern dort in die Hände der palästinensischen Sicherheitskräfte gegeben werden. Diese Sicherheitskräfte sollen dem noch zu schaffenden technokratischen Komitee unterstellt werden, das die Administration des Gazastreifens übernimmt. Dieser Vorschlag ist wie eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten. Er wird wahrscheinlich in dieser Form nicht (so schnell) funktionieren. Angeblich könnte heute bereits eine entsprechende Meldung erfolgen, die aber die Bedingung enthält, dass sich die IDF komplett aus dem Gazastreifen zurückzieht und gezielte Tötungen und Militärschläge einstellt. Das wird beides von Israel nicht akzeptiert werden und die Hamas weiss das auch ganz genau.
Die IRGC behauptete in einer Meldung auf Instagram, am Donnerstag auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Azraq in Jordanien drei amerikanische F-35 Kampfjets zerstört, sowie einige Soldaten eliminiert zu haben. Drei weitere Flugzeuge seien demnach beschädigt worden.

Im ägyptischen Hafen ‘Damietta’ gehen nach wie vor die Löscharbeiten an einem Gas-Tankschiff weiter, das gestern durch einen iranischen Drohnenangriff beschädigt wurde. Die Hafenverwaltung gab bekannt, dass ausser an dem Pier, an dem der Frachter ankert, alle Hafengeschäfte unbehindert weiterlaufen und keinerlei Gefahr besteht.
Das kuwaitische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass durch einen iranischen Angriff ein Gebäude beschädigt wurde, das sich in chinesischem Eigentum befindet. Ein Arbeiter starb bei dem Angriff und es entstand grosser Sachschaden.
In der vergangenen Nacht haben zwei Tanker mit Hilfe der USA versucht, die Strasse von Hormus zu passieren. Nachdem auf einem der Tanker ein grosses Feuer ausgebrochen war, drehten beide Frachter ab. Ob das Feuer durch einen Angriff der IRGC oder einen technischen Defekt ausgelöst wurde, blieb unerwähnt. Die IRGC betonte, die Frachter seien ohne ihre Bewilligung und ohne Zahlung der Gebühr auf der unsicheren südlichen Passage gesegelt.
In zwei voneinander unabhängigen gezielten Angriffen hat die IDF Ahmad Hisham Mahmoud Louh, Kommandant eines Scharfschützen-Bataillons und Mahmoud Ali Mahmoud Taroush eliminiert. Beide waren massgeblich beim Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt und planten heute noch Angriffe auf die IDF in Gaza.
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