Krieg gegen Iran – Tag 153 seit dem Beginn der Kämpfe

17. Aw 5786

Es ist unfassbar, wie stur und verbohrt die Ultra-Orthodoxen sein können! Als im Jahr 2021 das fürchterliche Unglück anlässlich von Lag Ba’omer am Meron stattfand, wurden weibliche Ersthelfer bespuckt und wüst beschimpft. Einige der Verletzten lehnten es ab, sich von ihnen behandeln zu lassen. In der vergangenen Woche, an Tisha B’av, besuchte Präsident Isaac Herzog einen Stützpunkt der haredischen ‘Hasmonäer-Brigade’ im Jordantal. Routinemässig begleitete ein MDA-Krankenwagen den Präsidenten. An Bord befand sich auch eine freiwillige Sanitäterin. Um dem strikten Verbot der Soldaten, keinen Kontakt zu weiblichen Personen zu haben, zu entsprechen, hielt sich die Frau während des Besuches in einem abgesonderten Bereich der Basis auf. «In Zukunft wird diese Angelegenheit bei Bedarf im Voraus geregelt», betonte die IDF. Ich wünsche allen haredischen Soldaten einen Dienst in Gesundheit und Unversehrtheit. Sollte aber einer von ihnen einmal lebensbedrohlich verletzt werden, so soll er entscheiden: Leben und sich von einer Frau retten lassen, oder lieber durch seine eigene Sturheit schmerzhaft sterben.

Jüdische Siedler-Terroristen schändeten das Grab des Märtyrers Mohammed al-Dschunaidi, westlich von Nablus. Zuvor hatten sie die Aussenbezirke von Nablus erreicht, wo es erneut zu Zusammenstössen zwischen jüdischen Siedler-Terroristen und Palästinensern kam. Die IDF erklärte, Palästinenser hätten Steine auf die Siedler-Terroristen geworfen, die wiederum Schüsse in die Luft abgaben. Auf ihrer ‘Wanderung’ spazierten sie auch durch Gebiete der Zonen A und B, die für jüdische Zivilisten verboten sind. Die IDF wusste von den Plänen der Siedler und postierte überall Soldaten, die versuchten, sie am Weitergehen zu hindern. Daraufhin zogen sich die Siedler tatsächlich zurück.  Die IDF gab bekannt, dass die Palästinenser begonnen hätten, Steine auf sie zu werfen, woraufhin sie das Feuer eröffnet hätten. Ein Palästinenser erlitt dabei eine Schussverletzung am Bein.

Trump gab in der Nacht bekannt, dass der ‘Friedensrat’ eine Einigung über die vollständige Entwaffnung der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen im Gazastreifen erzielt habe. Die Vereinbarung wurde am Donnerstagvormittag zwischen den Unterhändlern der Hamas, des Friedensrates und der Vermittlerstaaten Ägypten, Türkei und Qatar abgeschlossen. Wie zu erwarten, kam aus dem Büro des PM sofort Kritik, in der es hiess, dass der 20-Punkte-Vorschlag des Friedensrates zur Entwaffnung nicht den israelischen Forderungen nach einer vollständigen Entmilitarisierung des Gazastreifens entspreche. Ob, wann und in welchem Umfang Israel die Vereinbarung umsetzen wird, das wird fraglich bleiben. Trump lobte das Abkommen als ‘wichtigen Meilenstein zur Umsetzung seines 20-Punkte-Plans, der immer noch in der ersten von drei Phasen festgefahren ist. «Das Abkommen wird in sorgfältig strukturierten Phasen umgesetzt. Sobald die Entwaffnung abgeschlossen ist, werden sich die israelischen Streitkräfte zurückziehen, und die Internationale Stabilisierungstruppe wird gemeinsam mit einer neuen palästinensischen Polizei dafür sorgen, dass der Gazastreifen für seine Bewohner und seine Nachbarn sicher ist», schreibt Trump auf ‘X’. «Wir haben historische Fortschritte erzielt, und es gibt noch viel zu tun», fügt Trump hinzu.Hier der gesamte Text des Abkommens.

Ein enger Vertrauter von Trump warnt schon einmal prophylaktisch: «Präsident Trump wird sehr unzufrieden sein, wenn durch eine Weigerung Israels der Hamas Deal nicht zustande kommt. «

Der hochrangige Hamas-Vertreter Ghazi Hamad gab im Anschluss an die Bekanntgabe Trumps folgendes Statement ab: «Wir werden keinen einzigen Schritt unternehmen, solange wir nicht sicher sind, dass Israel seine Verpflichtungen ebenfalls erfüllt», und fügt hinzu, dass die Waffen erst dann eingelagert werden, wenn die Verpflichtungen der ersten Phase des Waffenstillstands erfüllt sind – womit er offenbar den Zugang humanitärer Hilfe meint – und nachdem das Nationale Komitee für die Verwaltung des Gazastreifens in den Gazastreifen eingezogen sei. Ein Vertreter des ‘Friedensrates’ dämpfte vermutlich die Hoffnungen: «Der einzige Rückzug, den Israel in der ersten Phase vornehmen muss, ist der Rückzug auf die ursprünglich im Gazastreifen festgelegte ‘Gelbe Linie’. Künftige Rückzüge erfolgen erst, nachdem jedes Gebiet des Gazastreifens entmilitarisiert wurde.»

Der Kommandant der Mujahideen-Brigaden-Terror-Gruppe, Ahmed Hussein Mohammed Kafina, der massgeblich bei der Entführung von Noa Argamani und Avinatan Or vom Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt war und die Entführung von Sudthisak Rintalak anordnete, wurde in einem gezielten Angriff der IDF eliminiert.

Zwei weitere wichtige Hamas-Terroristen, Muhammad al-Abed, ein Versorgungsoffizier und Kommandant Ahmad Ma’in Muhammad Anqar, die beide im Waffenschmuggel aktiv waren und immer wieder Angriffe auf die IDF unternahmen,  wurden heute eliminiert.

Der IRGC gibt an, zwei Tankschiffe, die unter dem Schutz der US-amerikanischen Luftwaffe versucht hätten, die Strasse von Hormus zu durchsegeln, angegriffen und manövrierunfähig geschossen zu haben. Vier weitere Frachter hätten umgedreht und ihre ursprüngliche Position aufgesucht.

Der Iran erklärt, Drohnenangriffe auf US-amerikanische Militärstützpunkte in Kuwait durchgeführt zu haben. Dabei wurden Kampfflugzeug-Hangars, Satellitenkommunikationssysteme und Ausrüstungslager auf dem Luftwaffenstützpunkt Ahmad al-Jaber in Kuwait ins Visier genommen. Der Angriff ist als Reaktion auf den «brutalen Angriff auf ein Wohnhaus auf der Insel Qeshm» zu verstehen. Im Laufe des Vormittags konnte Kuwait mehrere Drohnen abfangen, die bis in seinen Luftraum eindrangen. Durch herabstürzende Trümmer entstand Sachschaden, es gab keine Verletzten.

Die IDF hat eine sehr grosse unterirdische Anlage der Hisbollah unter dem Beaufort Riff gesprengt. Mehr als 700 Tonnen Sprengstoff kamen zum Einsatz. Die Sprengung war schon für einen früheren Zeitpunkt geplant gewesen, wurde aber aufgrund der Waffenruhe immer wieder verschoben.



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