Krieg gegen Iran – Tag 33 nach dem Ende der Waffenruhe

8. Siwan 5786

Bereits gestern musste die IDF leider erneut den Tod eines Soldaten bekannt geben. Staff Sgt. Noam Hamburger, 23, s’’l, wurde Opfer eines Drohnenangriffs aus dem südlichen Libanon. Drei weitere Offiziere wurden leicht verletzt und in ein Krankenhaus evakuiert.

Erneut muss die IDF leider einen Todesfall eines ehemaligen Soldaten bekanntgeben. Alex Miller, 23, s’’l, starb vor einigen Tagen in Miami als Folge eines Selbstmordes. Miller lebte als einziges Kind mit seinem Vater in Katzrin auf dem Golan. 2022 wurde er Opfer eines Terroranschlages in Samaria. Nach einer langen und schwierigen Reha-Zeit bestand er auf eine Rückkehr zur kämpfenden Truppe. Für diese Rückkehr benötigte er die Einwilligung seines Vaters. Miller litt schwer unter dem Tod seines engsten Freundes, Sgt. First Class (res.) Noam Shemesh, 21, s’’l, der 2025 bei einem Kampf im südlichen Gazastreifen sein Leben verlor. Miller wird  in die Liste der ‘im Krieg gefallenen Soldaten aufgenommen’ weil er unter einem nicht ausreichend behandelten PTSD litt, das eindeutig mit dem Krieg zu tun hatte.      

                                                                                                                                                                                                                     

Und wieder gibt es aus den USA die unterschiedlichsten Meldungen zum Vertrag mit dem Iran. Bei einem Telefonat gestern Abend zwischen Trump und Netanyahu versicherte (so ToI) Trump, dass mit dem endgültigen Abkommen das Atomprogramm Teherans vollständig zerschlagen werde. «Trump stellte klar, dass er in den Verhandlungen an seiner seit langem bestehenden Forderung nach der Demontage des iranischen Atomprogramms und der Entfernung des gesamten angereicherten Urans aus dem iranischen Hoheitsgebiet festhalten werde und dass er kein endgültiges Abkommen unterzeichnen werde, ohne dass diese Bedingungen erfüllt seien», so der Beamte. Washington halte Jerusalem über die Verhandlungen «über ein Memorandum of Understanding zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Aufnahme von Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen zu den noch strittigen Punkten auf dem Laufenden», heisst es in der Erklärung, in der zudem erwähnt wird, dass Netanyahu Trump für sein «aussergewöhnliches Engagement für die Sicherheit Israels» gedankt habe. Gestern wurde bekannt, dass Israel von jeglicher Teilnahme an den Gesprächen ausgeschlossen wurde (s. gestern). Aus dem Büro des PM war zu hören, dass «Israel seine Handlungsfreiheit gegenüber Bedrohungen in allen Bereichen, einschliesslich des Libanon, bewahren werde, und Präsident Trump seine Unterstützung für diesen Grundsatz bekräftigt habe», so der Beamte. Angeblich umfasst das Memorandum die feste Zusage, dass die USA und seine Verbündeten keine Angriffe auf den Iran ausüben werden. Gleiches gilt natürlich auch vice versa. Eine Ausnahmen gibt es für Bedrohungen durch die Hisbollah. Hier darf Israel sich natürlich wehren, aber nicht pro-aktiv angreifen.

Am Abend betonte Trump erneut, dass jeder Deal, den die USA mit dem Iran abschliessen werden, ein «guter und sauberer» sein wird, «nicht wie jener, den [der ehemalige Präsident Barack] Obama geschlossen hat und das dem Iran massive Mengen an BARGELD sowie einen klaren und offenen Weg zu einer Atomwaffe verschaffte“ schreibt er in einem Beitrag auf Truth Social. Im Übrigen habe er, Trump, es nicht eilig mit dem Deal. Gleichzeitig äusserte er seine Hoffnung, dass der Iran den Abraham Accords beitreten könne. Um kurz vor Mitternacht US-amerikanischer Zeit erklärte eine ungenannte Quelle wartenden Journalisten, dass der Deal in den kommenden Tagen unterzeichnet werde, man feile nur noch an einigen Formulierungen. Drei AI erstellte Bilder zeigen die Geschmacklosigkeit auf allen Seiten!

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian bezichtigt Israel wieder einmal, die Region destabilisieren zu wollen, der Iran hingegen keinerlei Interesse daran hätte. Während sich angeblich eine Einigung zwischen dem Iran und den USA abzeichnet, möchte der Iran der Welt versichern, keinerlei Interesse an einer militärischen Nutzung des angereicherten Urans zu haben. Der Iran, der offen erklärt hat, Israel vernichten zu wollen, verfügt über einen Vorrat von mehr als 400 Kilogramm Uran, das so weit angereichert ist, dass es technisch nur noch einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran entfernt ist und laut der UN-Atomenergiebehörde keine zivile Verwendung findet. Israelische Beamte haben erklärt, dass diese Menge für 11 Atombomben ausreiche, sollte sie weiter angereichert werden. Die Lösung des Problems ist ganz einfach: Abgabe des bisher angereicherten Urans und Zerstörung der Anreichungsanlagen. Doch genau das lehnt der Iran bisher vehement ab. Daraus ergibt sich nur eine Schussfolgerung: Der Iran hat keinerlei echtes Interesse an einer Einigung mit den USA und Israel und lügt.

Sowohl bei ihrer Ankunft in Griechenland als auch im spanischen Bilbao kam es scheinbar zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Aktivisten der Gaza-Flotilla und den jeweiligen Polizisten. In Griechenland überwog zunächst noch die fröhlich zum Ausdruck gebrachte pro-palästinensische Stimmung, bevor es zu Handgemengen kam. In Spanien hingegen ging die Polizei sehr grob mit den Aktivisten um. Das israelische Aussenministerium wandte sich mit der Bitte um eine Erklärung an die spanischen Kollegen und reagierte damit auf die Anklagen des spanischen Aussenministeriums gegen das Verhalten von Ben-Gvir. Diesen hatte der spanische Aussenminister als ‘monströs, unmenschlich und verabscheuenswürdig’ bezeichnet.

Nachdem sich bereits gestern die meisten europäischen Staaten klar gegen das sadistische Verhalten von Ben-Gvir ausgesprochen haben, schlossen sich heute acht moslemische Staaten: Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Katar, die VAE, die Türkei, Indonesien und Pakistan den Verurteilungen an.  

Der Iran gab bekannt, eine israelische Spionage- und Überwachungsdrohne abgeschossen und zerstört zu haben. Während die iranische Marine diesen Vorfall sich selbst lobend berichtete, ist bei der IDF davon angeblich noch nichts bekannt.

Die IDF hat weitere zehn Orte und Dörfer in der erweiterten Sicherheitszone des Libanon, zwischen der Grenze und dem Litani-Fluss aufgefordert, sofort das Gebiet zu verlassen. Angriffe auf terroristische Infrastrukturen stünden unmittelbar bevor.



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