Krieg gegen Iran – Tag 235 seit dem Beginn der Kämpfe

21. Cheshwan 5787

Präsident Isaac Herzog ruft Israels Parteiführer auf, «aufzuhören, auf die Bäume zu klettern, und stattdessen der Realität der Wahlergebnisse ins Auge zu schauen.» Unmittelbar nachdem er am kommenden Mittwoch das offizielle Wahlergebnis vom Vorsitzenden der VWK, Richter Noam Sohlberg, erhalten hat, wird er mit den Konsultationen mit den einzelnen Fraktionen und Parteien beginnen. Dabei wird er jeden Parteivorsitzenden fragen, wen er als PM vorschlägt. «Ich hoffe, dass sie bereit sind, kreative Lösungen zu finden, um Neuwahlen zu verhindern.»

Der stv. PM der VAE, Kronprinz Sheikh Hamdan bin Mohammed bin Rashid Al Maktoum, verlieh den ‘Orden Erster Klasse von Zayed II’ an die beiden Piloten von ‘flydubai’ sowie an die Besatzungsmitglieder der von einem Terroristen gewaltsam übernommenen Maschine. Damit wurde bekannt, dass es sich bei den beiden Piloten um Rowan Tooth aus Südafrika und Henson Steven von den Fidschi-Inseln handelt. Beide sassen als Zivilisten an Bord der Maschine, die sie auf dem Rückflug von Tel Aviv in die VAE hätten fliegen sollen. Auch der vom Terroristen schwer verwundete Pilot Smit Machchar wurde mit dem Orden ausgezeichnet.

Gemeinsam mit anderen Würdenträgern wurde Einav Zangauker von der Universität Tel Aviv mit dem Ehrendoktorat ausgezeichnet. Seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023, bei dem auch ihr Sohn Matan entführt wurde, war sie zur ‘Stimme der Geiseln’ geworden’. Unermüdlich trat sie bei Demonstrationen auf und forderte bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine Vereinbarung mit der Hamas, um die Geiseln freizulassen. Matan wurde im Oktober 2025 freigelassen. Gemeinsam mit ihm nahm dessen langjährige Partnerin, Ilana Gritzwsky, die ebenfalls Opfer der Hamas-Terroristen war, an der Zeremonie teil.

In Jerusalem und Tel Aviv fanden Demonstrationen statt, die eine jüdisch-arabische Regierung forderten. Während es auf dem Paris-Platz in Jerusalem nur wenige hundert Demonstranten gab, trafen sich in Tel Aviv doch etwa 2.000 Menschen, um von Habima Platz aus ihren Demonstrationszug zu starten. Ihre Forderungen: «Gleichheit für alle – Mit Partnerschaft und Gleichheit ersetzen wir die Regierung – Es gibt eine Mehrheit für den Wechsel – Frieden, Freiheit, soziale Gerechtigkeit!»

Bisher richteten sich die Aggressionen der Haredim gegen die Polizei, die versuchte, sie von ihren Protestaktionen abzuhalten und gegen das Militär, das Wehrdienstverweigerer festnahm. Jetzt richten sie ihre Proteste gegen ihre eigenen Leute. Mit der Blockade der Zufahrtsstrassen zum Rekrutierungsbüro in Tel HaShomer versuchen sie Haredim zu stoppen, die sich zur Musterung begeben. Die Polizei beklagt: «Trotz der Versuche, einen Dialog herzustellen, versammeln sich die Randalierer weiterhin vor Ort, konfrontieren die Polizeibeamten und beschimpfen sie mit Begriffen wie ‹Nazis› und ‹Terroristen.» Kanal 12 berichtet, dass sich heute etwa 230 Haredim in Tel HaShomer einfinden werden, um ihren Dienst in der IDF zu beginnen.

Trump erklärte gegenüber Reportern in Palm Beach, die Verhandlungen mit dem Iran verliefen «gut», die Islamische Republik sei jedoch «nicht sehr zuverlässig. Wir müssen uns noch um, ich würde sagen, ein oder zwei Standorte kümmern, aber das können wir in 10 Minuten erledigen», sagte er. «Man könnte sich wahrscheinlich den Pickaxe Mountain ansehen, und darum muss man sich kümmern.»

Der Pickaxe Mountain wurde von westlichen Geheimdiensten als Standort identifiziert, der wahrscheinlich zur Lagerung von Nuklearmaterial genutzt wird, und bisher im Krieg noch nicht von den USA angegriffen wurde.

Trump hat tatsächlich keine Ahnung, wovon er spricht. Das zeigen auch wieder diese neuen Äusserungen, wie schnell er glaubt, massgebliche Ziele im Iran angreifen und zerstören zu ‘können’. Bisher ist es nicht gelungen, auch nur eine Nuklearanlage dauerhaft zu zerstören.

Anwar Gargash, diplomatischer Berater des Präsidenten der VAE, betont, dass die VAE weiterhin auf einen diplomatischen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hoffen. «Es liegt nicht im Interesse der Region, eine weitere Runde durchzumachen … Aber ich denke, wir sind, wie wir bereits gezeigt haben, auch auf das Schlimmste vorbereitet.»

Der Iran warnt davor, dass eine neue Runde von Kämpfen mit den USA länger dauern könnte, als die vorherigen. «Ein möglicher künftiger Krieg könnte länger dauern als frühere Konflikte, und der amerikanische Präsident ist nicht in der Lage, den Zeitpunkt oder die Bedingungen für dessen Beendigung zu diktieren», sagt Armeesprecher Mohammad Akraminia laut dem iranischen Staatsfernsehen.

Am Freitagabend wurde ein katarischer Gastanker in der Nähe der Strasse von Hormus von ‘unbekannten Objekten’ angegriffen. Das Frachtschiff, das Flüssiggas transportierte, die Al Mayeda gehört der ‘Qatar Gas Transport Company’. Es gab weder Verletzte, noch ist mit Umweltschäden zu rechnen. Seit Beginn des Krieges im Februar hat der Iran wiederholt Frachtschiffe angegriffen, um die Kontrolle über die Strasse von Hormus zu sichern.

Während der letzten Stunden am frühen Morgen wurden in Gaza acht Menschen getötet. Ein Angriff hatte die Polizeistation der Hamas in Khan Younis zum Ziel. Der zweite Angriff galt einer Gruppe von Zivilisten. Unter den Toten befand sich auch ein Kind unbestimmten Alters. Warum Zivilisten angegriffen wurden, wird wohl nie beantwortet werden.



Kategorien:Israel, Politik

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