Was geschah am 4. und 5. Juni?

7. Siwan 5782

Politik:

2013/2022 BDS steht für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen. Diese Bewegung bezieht sich weltweit nur und ausschliesslich auf Israel und Juden und ist darauf ausgelegt, Israel politisch und wirtschaftlich zu eliminieren. Neben den pro-palästinensischen und antiisraelischen, antijüdischen und antizionistischen NGOs gehört es an den US-amerikanischen Universitäten längst schon zum guten Ton, sich als BDS Verfechter und Anhänger zu outen. 

Die Frage, ist jede Israelkritik automatisch auch schon Antisemitismus, gehört zu den hochemotional geführten Themen im rechten und linken politischen Lager. BDS verweigert die Diskussion mit Israel. Jeder Austausch führe zu einer Normalisierung der israelischen Politik. Auch israelisch-jüdischen NGOs, die mehr pro-palästinensisch als zionistisch sind, werden von jeder Diskussion ausgeklammert. 

Natan Sharansky, Likud, russischer Dissident, israelischer Politiker und Autor, entwickelte bereits 2013 ein Modell, um zu untersuchen, ob legitime Kritik an Israel mit Antisemitismus gleichzusetzen ist. 

Das 3-D Modell legt als Massstab zunächst die Dämonisierung an. Israel ist ein Apartheidstaat. Israel ist ein Terrorregime. Juden sind Gottesmörder. Juden sind die Nationalsozialisten von heute. Noch mehr Beispiele? All das stimmt natürlich nicht, wird aber immer wieder als Argument herangezogen. Doppelstandards – hier ist die UNO das beste Beispiel. Nur Israel wird regelmässig von den UNO Organisationen verurteilt. Sei es in Fragen der Menschen- oder Frauenrechte, sei es im Zusammenhang mit der Reaktion auf palästinensische Angriffe und palästinensischen Terror. Als drittes Kriterium wird die Delegitimierung, die auch im Begriff BDS enthalten ist, genannt. Damit ist die grundsätzliche Einstellung gemeint, die Israel das Existenzrecht und das Recht auf Selbstverteidigung abspricht. 

Ein wirklich spannender und sehr zielgerichteter Denkansatz. Claudia Franziska Brühwiler beschäftigt sich in der NZZ ausführlich mit diesem Thema. 

2022 Der geplante Besuch des US-amerikanischen Präsidenten Biden wurde auf Juli verschoben. Als Grund gibt das Weisse Haus an, dass noch mehr Zeit notwendig sei, die Reise zu planen. Man darf daher gespannt sein, welche Diskussionspunkte auf der Agenda stehen werden. Gleichzeitig werden in Israel Stimmen laut, die befürchten, dass die Verschiebung nur auf Grund der herrschenden Koalitionskrise zustande kam.

Religion:

2022 In Deutschland wurde ein Forum für europäische Militärrabbiner gebildet. Mitglieder des Forums sind: Rabbi Nir Nadiv (GB), Rabbi Cmdr. Ofir Toubul (Israel), Rabbi Col. Shmuel Felzenberg (USA, Rabbi Ltd. Yehonatan Rubin (Israel), Rabbi Israel Muller (Belgien) und Rabbi Zsolt Balla (GB).

Tourismus:

2022 Bei wunderbarem Frühsommerwetter nutzten zahlreiche Israelis das lange Wochenende zu Shavuot. Zigtausende suchten Abkühlung an den Stränden oder in den Naturreservaten von Gan HaShlosha oder den Banias Jordan Zuflüssen im Norden des Landes. Auch der Kinneret zog ungewöhnlich viele Touristen an. Dort unterschätzten zwei junge Damen die Strömung, wurden von dieser erfasst, konnten aber gerettet werden. 

Geburtstage:

2022 Zwei Schwestern, eineiige Zwillinge, haben am Shaare Zedek Spital in Jerusalem zeitgleich zwei Söhne geboren. Beiden jungen Damen haben bereits zwei Mädchen und einen Jungen. Dass die vier ein Zimmer teilten, verstand sich von selbst. Eine gleiche Situation hatte es schon einmal im Jahr 1997 gegeben. Herzlichen Glückwunsch den beiden jungen Müttern und ihren Kindern!

Geschichte:

1964 wurde in Timna, etwa 25 km nördlich von Eilat ein etwa 5.500 Jahre altes Kupferbergwerk freigelegt. Dieses Bergwerk ist damit das älteste Metallbergwerk weltweit. Die baulichen Strukturen lassen darauf schliessen, dass das Bergwerk nicht kontinuierlich, sondern saisonal betrieben wurde. Möglicherweise muss dafür Holzmangel verantwortlich gemacht werden. Um 4.500 BCE wurde das Bergwerk stillgelegt, bis es um 1.300 BCE wiederum von den Ägyptern in Betrieb genommen wurde. Um die Zeitwende übernahmen die Römer das Bergwerk. 

Neben den Überresten des Kupferbergwerkes ist Timna auch bekannt für den detailgenauen Nachbaue des Mischkans.

Neben desnhistorischen Fundstellen lädt der Timna Park heute mit zahlreichen touristischen Angeboten ein.



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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