Krieg gegen Iran – Tag 168 seit dem Beginn der Kämpfe

2. Elul 5786

Die beiden israelischen Frauen, die seit dem vergangenen Freitag in Wien als vermisst galten, wurden gestern Abend in Argentinien aufgefunden. Nachdem sie weder zum Shabbat-Essen bei Chabad Wien auftauchten noch nach Ende Shabbat via ihrer Handys erreicht werden konnten, verlor sich ihre Spur. Das letzte Bild zeigt, wie sie ihre Unterkunft mit ihrem Gepäck in Begleitung eines Mannes, verlassen. Wie es ihnen gelang, unerkannt von Wien nach Buenos Aires zu gelangen, ist völlig offen, ebenso wie der Grund, dorthin geflohen zu sein. Nach einer kurzen Befragung wurden sie freigelassen, nachdem kein krimineller Hintergrund vorlag.

In der siebten Woche in Folge demonstrieren erneut Haredim gegen die Öffnung des Café Basimta in Jerusalem. Am frühen Morgen war eine Frau, die sich mit Hut und Gesichtsmaske unkenntlich gemacht hatte, dabei gefilmt worden, wie sie das Schloss an der Eingangstür des Cafés verklebt. Die Öffnung verzögerte sich deshalb um einige Zeit, weil die Mitarbeiter sich erst bemühen mussten, das Schloss zu öffnen. Die säkularen Gegendemonstranten trugen Schilder bei sich, auf denen u.a zu lesen war: «Wir werden eher sterben, als Nes(café) zu trinken.» Das ist ein Wortspiel mit einem Slogan der Haredim, die gegen das Wehrdienstgesetz demonstrieren und deklarieren «Wir werden eher sterben als dienen!» Strömender Regen, eine Seltenheit im August in Israel, hat die Demonstrationsfreudigkeit deutlich getrübt!

https://twitter.com/kann_news/status/2088616080386224169/video/1

https://twitter.com/kann_news/status/2088612679204188497/video/1

KI © by me

Trumps Geisteszustand muss immer mehr infrage gestellt werden. Nach US-amerikanischen Territorialansprüchen an Venezuela, Grönland und dem Panamakanal, kündigte er jetzt an, die Strasse von Hormus zu US-amerikanischem Staatsgebiet zu erklären. Voraussetzung ist, dass zunächst der Iran besiegt werden muss. Diese Idee steht in absolutem Kontrast zu der von Trump noch vor wenigen Wochen erklärten Tatsache, dass die Strasse von Hormus niemandem gehöre, sondern globales Allgemeingut sei. Als derzeit wichtigstes Kriegsziel formuliert Trump, dass die Kraftstoffpreise für den individuellen Markt wieder markant sinken. Es war eines seiner Wahlkampfversprechen, dafür zu sorgen, die Energiekosten zu senken. Weit abgeschlagen ist das damals wichtigste Thema: das Versprechen, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügen wird.

Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi gab bekannt, dass «der Iran noch nicht beschlossen hat, die Gespräche mit den Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen. Der über Katar und Pakistan stattfindende Austausch von Botschaften stelle keine Verhandlungen dar.» Die derzeitigen Gespräche zwischen dem Oman und dem Iran konzentrieren sich nur auf die Festlegung einer sicheren Route durch die Strasse von Hormus. Bevor der reguläre Schiffsverkehr wieder aufgenommen wird, müssen die USA einige Bedingungen des Irans erfüllen.

Gemäss Fars News berichtete Gen. Mohammad Bahherzadeh von der IRGC, dass drei seiner Su-24 Piloten seit sechs Monaten von Katar gefangen gehalten werden. «Javad Salehi, Abdolmajid Dashtian und Omran Behraveshian wurden nach einem Abschuss lebend gefangen genommen. Wir ersuchen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, sich dafür einzusetzen, dass sie freigelassen werden oder zumindest Kontakt mit ihren Familien aufnehmen dürfen.» Vor mehr als einem Monat wurden die sterblichen Überreste eines weiteren Piloten, Majid Kazemi, der bei einem Angriff auf den US-amerikanischen Stützpunkt Al Udeid abgeschossen worden war, an den Iran zurückgegeben.

Als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf Truppen der IDF flog die IAF im Laufe der Nacht Angriffe auf Ziele im Südlibanon. In Ansar, südlich von Tyros wurden dabei sieben Menschen getötet und drei weitere verletzt. Weitere Angriffe folgten auf die Region von Nabathia. Unter dem Ali-Taher-Kamm befindet sich eine weitläufige unterirdische Anlage der Hisbollah. Dort wurde entsprechend einer Meldung der IDF eine terroristische Infrastruktur getroffen. Der Ali-Taher-Kamm befindet sich innerhalb der Sicherheitszone, in der die IDF noch anwesend ist und operiert. Bei einem weiteren Angriff kurz vor Mittag in der Nähe von Deir al-Zahrani wurden vier Personen getötet und elf verletzt.

Zwei Frachtschiffe, eines davon im Besitz der staatlichen Oel- und Gaskompanie der VAE und ein weiteres, über das noch nichts bekannt ist, wurden beim Durchqueren der Strasse von Hormus angegriffen. Schäden wurden nicht gemeldet. «Wir werden unsere Rechte auf freie Schifffahrt wahren … und dabei den Weg des Dialogs fortsetzen und diplomatischen Optionen Vorrang einräumen», erklärte der diplomatische Berater des Präsidenten der VAE.

Erneut griffen die Houthi-Terroristen den Hafen von Mokha an. Das meldete der Sprecher des jemenitischen Militärs, Col. Majedal-Nazili. Der Angriff der Houthis erfolgte mit sechs Lenkraketen. Der Sprecher des Militärs beklagte: «Der Angriff ist Teil einer neuen terroristischen Aggression, die auf eine lebenswichtige zivile Einrichtung abzielt.» Ein jemenitischer Soldat wurde getötet, einer gilt als vermisst und acht Menschen wurden verletzt.



Kategorien:Israel, Politik

Schlagwörter:

Hinterlasse einen Kommentar