28. Aw 5786

Als erstes arabisches Land hat das Parlament des Libanon heute die Todesstrafe aufgehoben und durch lebenslange Haft mit schwerer körperlicher Arbeit ersetzt. Mit Ausnahme der Abgeordneten der Hisbollah stimmten alle Abgeordneten für die Änderung des Gesetzes. JM Adel Nassar, bezeichnet dies als ‘historischen Schritt’ für das Land.

Das Zentralkomitee des Likud hat Netanyahu die Listenplätze 1, 3, 5, 9, 11, 15, 18, 26 und 29 freigegeben, um dort Kandidaten seiner Wahl zu fixieren, wobei er selbst auf Platz 1 steht. Auch wenn nach dem derzeitigen Stand nur die ersten 22 Plätze als relativ gesichert gelten, können sich doch immerhin sieben Kandidaten auf gesicherte Politikerpfründe freuen. Als erstes fiel Netanyahus Wahl auf den völlig unerfahrenen Oren Dobronsky, den er als «erfolgreichen Geschäftsmann, einen der Begründer der israelischen Hightech-Branche, Mitgründer der TV-Reality Show ‘Shark Tank’ und eine Persönlichkeit des rechten Spektrums», bezeichnet. Er wird, so die Meldung des Likud, «die Bemühungen im Bereich der künstlichen Intelligenz in Wirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen und anderen Sektoren leiten.» In seinem ‘X-Account’ hatte er vor weniger als zwei Monaten Präsident Trump als ‘moralisch verdorbenes Stück Scheisse’ bezeichnet.
Hier der Text: «Ist euch klar, dass Trump Israel nicht nur nicht an den Verhandlungstisch eingeladen hat, sondern dass er ISRAEL AUCH DEN TATSÄCHLICHEN WORTLAUT DES ABKOMMENS NICHT MITGETEILT HAT? Was für ein moralisch verdorbenes Stück Scheisse behandelt einen Verbündeten so? Lassen wir einmal beiseite, ob das Abkommen mit dem Iran gut oder schlecht ist – in welcher Welt ist es normal, SEINEN VERBÜNDETEN, MIT DEM MAN SCHULTER AN SCHULTER GEKÄMPFT HAT, NICHT AN DEN VERHANDLUNGSTISCH EINZULADEN?
Ist Ihnen klar, dass Trump Israel nicht nur nicht an den Verhandlungstisch eingeladen hat, sondern dass er auch NICHT DARÜBER BERICHTET HAT…»
— Oren Dobronsky (@ODobronsky) 17. Juni 2026 Die Seite wurde mittlerweile gelöscht.
Am Montagabend schien Dobronsky um Schadensbegrenzung bemüht und schrieb, nunmehr im Facebook: «Präsident Trump ist der grösste Freund, den Israel je im Weissen Haus hatte. Ich habe unzählige Male Beiträge zu seinen Gunsten gepostet. Einmal habe ich, ohne alle Fakten zu kennen, die Beherrschung verloren und etwas gepostet, was ich bereue. Ich entschuldige mich bei Präsident Trump, den ich sehr bewundere.»
Wenn ich davon ausgehe, dass er die erste Meldung nicht unter dem Einfluss von zu viel Vodka und Kaviar geschrieben hat, sondern einen Moment der Wahrheit genoss (weil die aufgeführten Fakten ja der Wahrheit entsprechen), so ist nur seine Wortwahl zu kritisieren. Dann ist der zweite Eintrag nichts anderes als politisches Einschleimen. Und das ist als Ganzes zu verurteilen.
Das Komitee gab bekannt, dass weitere Plätze für Aussenminister Gideon Sa’ar und VM Israel Katz reserviert wurden. Die vorgesehene Platzierung von Haim Katz wurde jedoch zunächst eingefroren, weil er es vorzieht, bei den Vorwahlen am 17. August zu kandidieren. Die Plätze für Sa’ar und Israel Katz sind nicht Teil der für Netanyahus Wunschkonzert vorgesehenen Liste. Damit kann er nicht über acht, sondern über zehn Plätze, oder sich selbst mitgerechnet 11 von 29 Plätzen verfügen. Zudem wurde auf Wunsch von Netanyahu die notwendige Zeit der Parteizugehörigkeit gekürzt, um Ze’ev Elkin und Almog Cohen eine Kandidatur zu ermöglichen. Netanyahu bastelt und schraubt an allen Bedingungen, die dazu führen könnten, Stimmen von anderen Parteien abzufischen und doch noch einmal zum PM gewählt zu werden.

Der ehemalige MK des Likud, Dan Illouz erklärte gestern seinen Austritt aus der Knesset. In einem Brief an Knesset-Sprecher Amir Ohana beklagte er, die Partei habe ihre Grundsätze verraten, um an der Macht zu bleiben. Er wird bei den kommenden Wahlen in der Partei von Avigdor Liberman antreten. Sein freigewordener Platz wird von Shabtai Katash, einem Chabad Lubawitscher und Mitglied des Religionsrates von Lod, ersetzt werden. In einem Beitrag auf X schrieb Illouz: «Wäre ich früher zurückgetreten, wäre an meiner Stelle ein haredischer Abgeordneter im Namen des Likud in die Knesset eingezogen, was eine weitere Stimme für die von Netanyahu, Goldknopf und Deri vorangetriebenen Gesetze zur Wehrpflichtbefreiung bedeutet hätte. Solange ich in der Knesset tätig war, habe ich mich dafür eingesetzt, diese Gesetzgebung zu verhindern», sagt er und fügt hinzu: «Netanyahu hat versagt und keine Verantwortung übernommen. Er muss nach Hause gehen.»
Dümmer goht’s nümmer!!!! Das Video, das die Berater von VM Israel Katz sich ausgedacht haben, um möglichst viele Stimmen für ihn zu erhalten, muss man gesehen haben! Musik, Text sowie die Bilder zeichnen sich durch niedrigstes Niveau aus. Die Aufforderung, man möge ihn doch wählen, ist obsolet, er hat einen festen Listenplatz.
Das erste Reserve-Bataillon der Hasmonäer Brigade wurde nach einer abschliessenden Nachtübung auf dem Golan für einsatzbereit erklärt. Das Bataillon setzt sich aus Soldaten zusammen, die den ‘Shlav Bet’-Lehrgang (Stufe B) absolviert haben, an dem ältere Personen, die zuvor erstmals von der Wehrpflicht befreit waren, sowie haredische Soldaten aus anderen Teilen des Militärs teilnahmen. Im Rahmen der Ausbildung absolvierten die neuen Reserve-Soldaten eine an die Lebensweise der Haredim angepasste Kampfausbildung. Der erste Einsatz wird vermutlich an der Nordfront sein.

Seit nunmehr drei Tagen wird die Familie Hassan aus dem Dorf Qusra von Soldaten und jüdischen Siedler-Terroristen daran gehindert, ihr Haus zu verlassen. Der Familienvater Youssef Hassan erklärte gegenüber ToI, dass wahrscheinlich im Laufe des Tages die Lebensmittel ausgehen werden und dass seine zwei-jährige Tochter dringend zum Arzt gebracht werden müsse. Gestern hinderten die Terroristen Journalisten daran, näher zum Gebiet um das Haus zu gelangen. Schande auf die jüdischen Siedler-Terroristen und Schande auch auf die Verantwortlichen der IDF! Das sind keine Handlungen, die in einem demokratischen Staat vorkommen dürfen, das ist schlimmstes Vorgehen wie es von der SS, der Gruppe Wagner und den Kadyrowzy-Milizen bekannt war.
Die Polizei nahm heute Vormittag sechs Siedler fest, die im Verdacht stehen, Mitglieder der Grenzpolizei tätlich angegriffen zu haben. Die Siedler sind zwischen 17 und 23 Jahre alt.

Die IDF griff heute Vormittag ein Fahrzeug ausserhalb von Nabatieh an. Nur kurze Zeit später wurde eine Ambulanz der ‘Islamic Message Scouts Association’ angegriffen, während sie eine verletzte Person transportierte. Der Drohnenangriff verursachte Sachschäden an mehreren Fahrzeugen. Die IDF wies jede Teilnahme an den Vorfällen zurück.

Bei einem Angriff der Houthi-Terroristen auf ein Frachtschiff im Roten Meer in der Nähe der Meerenge von Bab el-Mandeb wurden vermutlich drei Besatzungsmitglieder getötet. Das berichten unabhängig voneinander zwei Quellen der jemenitischen Küstenwache und zwei Militärvertreter. Quellen aus dem Bereich der maritimen Sicherheit erklärten gegenüber Reuters, dass vermutlich ein Frachter angegriffen wurde und das Schicksal der Mannschaft unklar sei.
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